Seneca
Lucius Annaeus Seneca wurde zwischen 2 v.Chr. und 2 n.Chr. in Cordoba geboren. Sein Vater, der Rhetor (Rheotriklehrer) Seneca der Ältere, entstammte dem Ritterstand. Bereits in seinem ersten Lebensjahr kommt Seneca nach Rom, wo er gründlich ausgebildet wird: Unterricht beim Grammaticus, im Anschluß daran Rhetorik- und Rechtsunterricht. Bald...

wendet sich Seneca jedoch von der Rhetorik ab und beschäftigt sich mit griechischer Philosophie im Kreise des Stoikers Sextius.
Mit ca. 50 Jahren wird er zum Erzieher des späteren Kaisers Neros berufen. Nachdem Nero den Kaiserthron bestiegen hat, wird Seneca neben Afranius Burrus zum "Minister" ernannt und führt im Grunde die Geschicke des römischen Reiches.
Vom Jahre 58 an schwindet sein politischer Einfluss, da sich der ehemalige Schüler Nero immer mehr von seinem Lehrer distanziert. Zweimal versucht der Philosoph vergeblich, seine Entlassung aus kaiserlichen Diensten zu erreichen. Daraufhin geht Seneca (soweit möglich) in die "innere Emigration" und zieht sich aus dem öffentlichen Leben mehr und mehr zurück. Nach Entlarvung als Mitwisser der Pisonischen Verschwörung erfolgt der kaiserliche Befehl zur Selbsttötung (19. April 65).

Zitate von Seneca:

"Das Leben erscheint nur demjenigen zu kurz, der aufgrund seiner vitia (Charakerfehler) seiner Lebensaufgabe nicht gerecht wird, bei dem gelebte und meßbare Lebenszeit (aufgrund der Differenz zwischen Wollen und Können) auseinanderklaffen. Die richtige Gestaltung des Lebens gründet auf der ratio, die auf das Erreichen der inneren Ruhe (otium) zielt."

"Das größte aller Übel ist, aus der Zahl der Lebenden zu scheiden, ehe man stirbt."

"Wer Großes versucht, ist bewundernswert, auch wenn er fällt."

"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."

"Ganz besonders sollte man jedoch die Verdrießlichen meiden, die alles bejammern und denen jeder Anlaß hochwillkommen ist zum Lamentieren."

"Gehe so mit den Niederen um, wie du wünschest, daß der Höhere mit dir umgehe."

 
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Thomas Georgiew
Mitglied der IUF

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